Dienstag, 17. April 2018

Vollversammlung 2018 - Ein Bericht

In den Räumlichkeiten des LSB fand die turnusmäßige Vollversammlung des Verbandes für Betriebsfußball am 10. April statt. 
Neben Neu- und Nachwahlen standen einige Anträge auf der Tagesordnung deren Inhalt durchaus große Sprengkraft enthielt. Doch der Reihe nach.

Pünktlich um halb sieben trat der Vorsitzende des Verbandes, Jörg Plura, ans Mikrofon. Mit seiner kurzen Rede begrüßte er zahlreiche Gäste und eröffnete die Versammlung. Eine gewisse Nervosität war ihm anzumerken, war es doch seine Premiere als Vorsitzender des Verbandes. 


Abschiede und Ehrungen


Traditionell folgte auf die Genehmigung des Protokolls der letzten VVS das Totengedenken. Denn auch in den gut anderthalb Jahren die seit der letzten Zusammenkunft ins Land gingen, musste der Betriebssport Abschied von einigen Persönlichkeiten nehmen.
  • Max Schröder, Schatzmeister a.D.
  • Michael Kaffanke
  • Eva Schreck, Schiedsrichterausschuss
Nach einem Moment der Ruhe und Besinnlichkeit folgten die Ehrungen.
  • 50 Jahre BSG Stadler
  • 50 Jahre Wilfried Biere im VBF
  • 30 Jahre Wolfgang Bauer im VBF

Vorstand und Schatzmeister im Gespräch


Es folgte der Bericht des Vorstandes. Jörg Plura ließ die vergangenen 18 Monate Revue passieren.  Voller Lob äußerte er sich über die gemeinsam mit dem Verband für Freizeitfußball ausgerichteten Pokalendspiele. Dieses Projekt laufe so gut, dass es auch zukünftig fortgesetzt werde. Aus Sicht des Vorsitzenden verliefen die diesjährigen Hallenrunden nicht zufriedenstellend. Hier gibt es noch deutlichen Optimierungsbedarf. 

Nach dem Vorstand ist vor dem Schatzmeister. Entsprechend groß war die Spannung. Bernd Rückheim nahm kein Blatt vor den Mund und präsentierte seine Zahlen offen und ehrlich. Der Bericht des Schatzmeisters kann in Gänze auf der Geschäftsstelle angefragt werden. Nur soviel sei verraten: Ein kleines Minus stört nicht weiter.
Da auch die Kassenprüfer nichts negatives zu berichten hatten, wurde Peter Engel, Ehrenvorsitzender des VBF zur Versammlungsleitung berufen und der Vorstand entlastet.

Wahlen ohne Überraschungen


Der wohl wichtigste Tagesordnungspunkt war an der Reihe: die Neu- und Nachwahlen. Abgesehen vom Schiedsrichterausschuss mussten alle Gremien neu gewählt werden.
Begonnen wurde mit der Neuwahl des Vorstandes. Eines gleich vorweg: Der neue Vorstand ist der Alte. Mangels Gegenkandidaten und freiwilligen Rücktritten. Per Blockwahl wurde der Vorstand mit traumhaften 100 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Ähnliches galt ebenfalls für den Spielausschuss. Jedoch gab es hier eine personelle Veränderung. Christian Bäßler hat den Verband verlassen und ist nun verstärkt im Sportgericht des Berliner Fußballverbandes tätig. Neu im Team ist Hans-Jürgen Kandler von der BSG Zoll. Die zukünftige Aufgabenverteilung ist hier nachlesbar.

Keine Veränderungen auch im Rechtsausschuss. Das altbewährte Fünferpack um Norbert Michallik wurde einstimmig für die kommende Legislaturperiode wiedergewählt.

Bernd Kühne ist weiterhin ein Einzelkämpfer im Meldeausschuss. Er beklagt mangelndes Durchhaltevermögen bei potentiellen Interessenten. Tat aber auch seiner einstimmigen Wiederwahl keinen Bruch. 

Wenig Arbeit hatte der Beschwerdeausschuss in der Vergangenheit. Richtig traurig sind deren Mitglieder darüber nicht. Im Gegenteil. Zeigt es doch, dass sich viele Probleme auch außerhalb von RA und Beschwerde lösen lassen. Das bewährte Team macht auch hier weiter.

Nicht zu unterschätzen ist die Arbeit der Kassenprüfer. Diese erledigen ihre Aufgabe immer gewissenhaft. Und notfalls wird auch dreimal nachgezählt. Auch hier gab es keinerlei Veränderungen im Team.

Haushaltsplan


Nach den vielen Wahlgängen hatte noch einmal der Herr der Zahlen, Bernd Rückheim, das Wort. Er durfte seinen Haushaltsplan für dieses Geschäftsjahr vorstellen. Wichtigste Erkenntnis: Es wird keine Beitragserhöhungen geben. Auch wenn dafür ein neuerliches Minus in Kauf genommen werden muss. Den kompletten Plan können Sie über die Geschäftsstelle bekommen.

Anträge und hitzige Diskussionen


Die Diskussionsrunde wurde gleich mit dem ersten Antrag der BSG boeba Citi 68 eröffnet. Inhalt: frühester Spielbeginn 18.30 Uhr.  
Recht schnell war klar, dass die Versammlung mit diesem Antrag nicht einverstanden war. Aus Sicht fast aller anwesenden Vereinsvertreter gibt es keine (unlösbaren) Probleme mit den Anstoßzeiten vor halb sieben am Abend. Stattdessen war das Gremium sogar froh auf eine breite Anzahl von Anstoßzeiten zurückgreifen zu können. So wären mehr Auswahlmöglichkeiten gegeben und die Mannschaften würden sich nicht unnötig einengen. Entsprechend klar war dann auch das folgende Votum der Mehrheit: abgelehnt. 

Nachfolgend wurden zahlreiche Ordnungs- und redaktionelle Änderungen im Schnellverfahren durchgewunken. 

Intensiv diskutiert wurde zum Schluss der Antragsreihe noch der Antrag der FG Südwest mit dem Wunsch nach Wiedereingliederung der Ü18 und Ü30 in den Spielbetrieb des VBF.
Hauptkritikpunkt ist die Ansetzung von Sonntagsspielen und gleich folgend wieder am Montag und die damit verbundene schlechte Kommunikation mit den Vereinen des VFF. Die Diskussion wurde hier von allen Seiten mit hoher Intensität geführt. Auch die beiden Vorstände beteiligten sich an der Diskussion und versprachen Lösungen aufzuzeigen um etwaige Probleme zukünftig zu vermeiden. 

Verschiedenes


Das Schlusswort hatte Georg Wolf. Er stelle die Spielklassenreform im Bereich "Herren-Großfeld vor". Diese umfasst eine Verkleinerung der Verbandsliga auf acht Mannschaften. Dazu kommen in der neuen Saison eine Meister- und Abstiegsrunde.  Aus der Landesliga gibt es zwei direkte Aufsteiger. Auf vielfachen Wunsch wird auch die Zahl der meldepflichtigen Legionäre aus der Landesliga und höher auf zwei pro Spiel und Mannschaft reduziert. 
Ebenfalls neu ist ein neuer Pokalwettbewerb auf Großfeld für die Landesliga. Auch hier wird ein langjähriger Wunsch erfüllt. Der Verdipokal ist weiterhin eine Pflichtveranstalltung für alle Großfeldteams. 

Fazit


Keine großen Überraschungen. Und anders als vor anderthalb Jahren blieben diesmal Kampfabstimmungen aus. 
Jedoch zeigte diese Vollversammlung wieder deutlich: Es müssen jüngere Leute her die sich gerne im Verband engagieren möchten. Denn die Jugend ist unsere Zukunft.